Die enthemmte Mitte. Autoritäre und rechtsextreme Einstellungen in Deutschland

Bibliografische Angaben

Decker, Oliver / Kiess, Johannes / Brähler, Elmar (Hrsg.) (2016): Die enthemmte Mitte. Autoritäre und rechtsextreme Einstellungen in Deutschland. Psychosozialverlag (249 S.)

Bei der Publikation handelt es sich um einen Sammelband zu den Ergebnissen der sogenannten Leipziger Mitte-Studie 2016. Die Studie basiert auf einer Kooperation der Universität Leipzig mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung, der Heinrich-Böll-Stiftung und der Otto Brenner Stiftung. Im Zweijahresrhythmus werden seit 14 Jahren rechtsextreme Einstellungen im gesamten Bundesgebiet Deutschlands in Form einer repräsentativen Befragung erfasst. Dabei werden Fragebögen zu rechtsextremen Einstellungen und verschiedene zusätzlichen Themenbereichen (u.a. Autoritarismus, Verschwörungsmentalität) abgefragt. Für die Studie 2016 wurden 2.420 deutsche Staatsangehörige im Alter zwischen 14 und 93 Jahren befragt. Die Autor_innen der Studie kamen zu dem Ergebnis, dass seit der letzten Befragung zwei Jahre zuvor keine Zunahme rechtsextremer Einstellungen insgesamt zu verzeichnen ist. Allerdings stieg der Anteil autoritärer Aggressionen gegen Muslime, Sinti und Roma und Asylsuchende. Zudem zeigte sich eine zunehmende Gewaltbereitschaft und Legitimität von Gewalt. Eine zunehmende Polarisierung der Gesellschaft zeigt sich laut der Autor_innen im Kontrast zwischen demokratischen und autoritären Milieus (a.a.O.: S. 15 ff.).

Der Sammelband enthält Beiträge von Elmar Brähler, Anna Brausam, Oliver Decker, Eva Eggers, Jörg M. Fegert, Alexander Häusler, Johannes Kiess, Kati Lang, Thorsten Mense, Paul L. Plener, Timo Reinfrank, Jan Schedler, Frank Schubert, Gregor Wiedemann und Alexander Yendell, die die Ergebnisse der Befragung auswerten und interpretieren.

Bezugsquelle: Psychosozial-Verlag

 

Zum Weiterlesen

  • Dossier „Emotionen und politische Bildung“ mehr lesen

Ähnliche Studien/Autor_innen: