Ausgrenzungsdynamiken. In welchen Lebenslagen Jugendliche Fremdgruppen abwerten
Bibliografische Angaben
Mansel, Jürgen/Spaiser, Viktoria (2013): Ausgrenzungsdynamiken. In welchen Lebenslagen Jugendliche Fremdgruppen abwerten, Weinheim und Basel. (306 S.).
Auf Basis qualitativer und quantitativer Daten stellen die Autor_innen „die Art und das Ausmaß von abwertenden Einstellungen bei Jugendlichen aus unterschiedlichen sozio-kulturellen Sozialisationskontexten“ (Mansel/Spaiser 2013, S. 10) dar. In der Studie werden die unterschiedlichen Lebenslagen von Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund betrachtet. Außerdem wird der Frage nachgegangen, welche Einflussfaktoren abwertende Einstellungen begünstigen können. Trotz fehlender Repräsentavität, zeigen die Ergebnisse, „dass die Jugendlichen in Deutschland, in nicht unerheblichem Ausmaß zu Einstellungen tendieren, die bestimmte soziale Gruppen (muslimische doder jüdische Menschen, Homosexuelle usw.) abwerten.“ (a.a.O., S. 273). Je nach Herkunft werden verschiedene Gruppen in unterschiedlicher Intensität abgewertet. Die abwertenden Einstellungen haben komplexe Hintergründe und sind beeinflusst von konkreten Erfahrungen, die die Jugendlichen in der Gesellschaft machen. Zum Abschluss der Publikation werden von den Autor_innen Empfehlungen für gesellschaftspolitische Maßnahmen gegeben.
Bezugsquelle: Beltz Juventa