Jugend im Blick – Regionale Bewältigung demografischer Entwicklungen. Abschlussbericht. Projektergebnisse und Handlungsempfehlungen
Bibliografische Angaben
Beierle, Sarah/Tillmann, Frank/Reißig, Birgit (2016): Jugend im Blick – Regionale Bewältigung demografischer Entwicklungen. Abschlussbericht. Projektergebnisse und Handlungsempfehlungen, München. (56 S.)
Die Studie des Deutschen Jugendinstituts beschäftigt sich mit dem Aufwachsen junger Menschen unter Bedingungen des demografischen Wandels in acht ländlich geprägten Kreisen in Deutschland. Dabei ging es auch um die Frage, wie (im weitesten Sinn politische) Partizipationsmöglichkeiten für Jugendliche im ländlichen Raum geschaffen werden können. Es wurden vorhandene Daten analysiert und Expert_inneninterviews sowie Gruppendiskussionen mit Jugendlichen durchgeführt. Zusätzlich fanden Workshops mit jugendpolitischen Verantwortlichen der Landkreis-, Landes- und Bundesebene statt. Die Ergebnisse der Gruppendiskussionen zeigen, dass die Jugendlichen über nur wenige Freizeitangebote und Angebote der Jugendhilfe verfügen. Aufbauend auf den Ergebnissen der Studie geben die Autor_innen Empfehlungen für eine jugendgerechtere Demografiepolitik. Dazu zählen eine Kombination aus Komm- und Geh-Strukturen und die Etablierung/Revitalisierung mobiler Angebote der Jugendarbeit. Gleichzeitig müsste die nicht-motorisierte Individualmobilität gestärkt werden. Weiterhin empfehlen sie verschiedene jugendgerechte Partizipationsansätze. „Partizipationsprozesse für Jugendliche sollten einen möglichst konkreten Anlass bzw. Gegenstand in den Mittelpunkt stellen, der für die Lebenswelt der jungen Menschen von großer Bedeutung ist.“ (Beierle/Tillmann/Reißig 2016, S. 47f). Außerdem werden alltagsbezogene Partizipationsmöglichkeiten empfohlen. „Um Jugendliche insgesamt mit partizipativen Elementen zu erreichen, ist eine Etablierung demokratischer Beteiligung in den verschiedensten Alltagsbereichen erforderlich, d.h. auch außerhalb gewählter Gremien und zeitlich dauerhaft in allen sie betreffenden Kontexten. Beispielsweise könnte über die Öffnungszeiten von Jugendfreizeiteinrichtungen, die Terminierung der Schülerbeförderung sowie die Ausgestaltung des schulischen Lebens durch Jugendliche selbst demokratisch entschieden werden.“ (a.a.O., S. 48).
Zum Weiterlesen
- Jahresthema 2017 „Gemeinsam stärker!? Kooperationen zwischen außerschulischer politischer Bildung und Schule“ mehr lesen
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