Zur Funktion von Hass-Zuschreibungen in Online-Diskussionen: Argumentationsstrategien auf islamkritischen Websites

Bibliografische Angaben

Schütte, Christian (2012): Zur Funktion von Hass-Zuschreibungen in Online-Diskussionen: Argumentationsstrategien auf islamkritischen Websites. In: Meibauer, Jörg (Hrsg.) (2012): Hassrede/Hate Speech. Interdisziplinäre Beiträge zu einer aktuellen Diskussion, Gießen, S. 121-142.

Christian Schütte analysiert in seinem Beitrag Hass-Zuschreibungen in Online-Diskussionen auf Grundlage von Argumentationsstrategien auf zwei islamkritischen Websites. Er arbeitet drei Grundformen heraus, wie dort Hass begründet wurde: (1) Hass als Reaktion auf den Hass der Anderen, (2) Hass als Reaktion auf Brutalität, (3) Hass begründet durch negative persönliche Erfahrungen. Er stellt heraus, dass der Hass oft nicht offen geäußert wurde und es keine homogene Masse der Islamkritiker_innen gab. „Hass scheint als ein Gefühl zu gelten, das so wenig gesellschaftsfähig ist, dass man sich zum einen davon distanziert und zum anderen stattdessen der Gegenseite dieses Gefühl zuschreibt.“ (Schütte 2012, S. 139).

 

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