Lernort Heimvolkshochschule. Eine empirische Studie
Bibliografische Angaben
von Ameln, Falko (2014): Lernort Heimvolkshochschule. Eine empirische Studie, Bielefeld.
Niedersächsische Heimvolkshochschulen: Leben und Lernen unter einem DachNiedersächsische Heimvolkshochschulen: Leben und Lernen unter einem DachNiedersächsische Heimvolkshochschulen: Leben und Lernen unter einem Dach
Die Studie „Lernort Heimvolkshochschule“ analysiert die Situation der 22 Heimvolkshochschulen (HVHS) in Niedersachsen. Hierbei werden Besonderheiten des Profils der Heimvolkshochschulen herausgearbeitet sowie die dort initiierten Lernprozesse und ihr gesellschaftlicher Nutzen dargestellt. Dafür wurden Interviews mit Leiter_innen, Dozent_innen und Teilnehmenden geführt. Teilnehmende Beobachtungen und eine Online-Befragung von Teilnehmenden vor Ort ergänzten das empirische Material.
„Die forschungsleitenden Fragen der Studie lauteten:
- Worin besteht der Identitätskern von HVHS und was zeichnet sie gegenüber anderen Bildungsträgern aus?
- Worin liegt das Charakteristische am Lernen an HVHS?
- Wie wirken Lernprozesse an HVHS auf Identität, Persönlichkeit und Kompetenzen der Lernenden?
- Welchen Nutzen erleben Teilnehmende durch die Teilnahme an HVHS-Veranstaltungen?
- Welchen gesellschaftlichen Nutzen erfüllen HVHS, und welche gesellschaftliche Relevanz kommt ihnen aufgrund ihres Profils zu?“
(von Ameln 2014, S. 17).
In den halbstrukturierten leitfadengestützten Interviews mit elf Leiter_innen von HVHS wurden die Bereiche der spezifischen Merkmale von HVHS, gelungenes Lernen, Werte, gesellschaftlicher Nutzen und Entwicklungsperspektiven, thematisiert. Zudem wurden Telefoninterviews mit elf Dozent_innen geführt, in denen unter anderem deren Bildungsverständnis mit dem der Leiter_innen abgeglichen wurde. Die Interviews wurden mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Ergänzend zur Teilnehmenden Beobachtung und den Interviews wurde eine Online-Befragung entwickelt. Hieran nahmen insgesamt 298 Personen teil, die an einer Veranstaltung an einer HVHS teilgenommen hatten. Über die Hälfte der Befragten hatte zum Zeitpunkt der Untersuchung dreimal oder häufiger an Veranstaltungen teilgenommen. Es sollte unter anderem der subjektive Nutzen und die Beurteilungen von Lernort und Veranstaltungen abgefragt werden. Darüber hinaus sollte überprüft werden, inwieweit sich das Selbstverständnis der HVHS auch für die Teilnehmenden wiederspiegelte. Die Auswertung ließ jedoch auf Antwortverzerrungen durch soziale Erwünschtheit schließen . Ergänzend wurden daher elf Telefoninterviews mit Teilnehmenden geführt.
Leichter Anstieg an Teilnehmertagen zu verzeichnen
Bezüglich des Angebotsprofils und des Programms wurde auf die Statistiken der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung (AEWB) in Hannover zurückgegriffen. Hierbei wurden nur geförderte Veranstaltungen erfasst. Insgesamt 237.819 Teilnehmertage wurden an HVHS im Jahr 2012 erbracht, hier konnte zudem ein leicht steigender Trend im Vergleich zu den Vorjahren erkannt werden. Die Programmbereiche mit den meisten Teilnehmertagen fielen auf die Bereiche politische Bildung (17,43%), wert- und normenorientierte Bildung (13,04%) und Qualifizierung zur Ausübung von Ehrenämtern (12,18%). Gefolgt waren diese Bereiche von der Bildung für junge Erwachsene zur Unterstützung bei der persönlichen und beruflichen Orientierung (9,64%) und Veranstaltungen, die der qualitativen Weiterentwicklung von Kindergarten und Schule dienen (7,95%) sowie Maßnahmen der Eltern- und Familienbildung (5,04%). „Zusammen machen die Bildungsmaßnahmen in diesen Themenfeldern damit 65,28% des gesamten Volumens geförderter Maßnahmen aus.“ (a.a.O., S. 25). Im Zeitraum zwischen 2006 und 2012 gab es einen starken Zuwachs an den Maßnahmen in den zuvor genannten Themenfeldern. Der größte Zuwachs fand im Themenfeld der Bildung für junge Erwachsene zur Unterstützung bei der persönlichen und beruflichen Orientierung und der Qualifizierung zur Ausübung von Ehrenämtern statt.
„Politik – Gesellschaft“ macht wichtigen thematischen Schwerpunkt aus
Die HVHS wiesen insgesamt sehr unterschiedliche thematische Profile auf, wobei elf von ihnen ihren thematischen Schwerpunkt auf den Bereich Gesellschaft und Politik legten. Häufig ließen sich auch spezifische Angebote für soziale oder pflegerische Berufe finden. „Trotz aller Unterschiedlichkeit zwischen den einzelnen Häusern ergibt sich bei der Analyse der Programmstruktur der HVHS ein klareres Profil.“ (a.a.O., S. 37). Stark vertreten waren die Bereiche „[…] Politik – Gesellschaft, Familie – Gender – Generationen, Umwelt sowie Religion und Ethik […].“ (a.a.O., S. 25).
Längere Veranstaltungen sind immer noch ein wirtschaftlicher Faktor
Im Kapitel Veranstaltungsart und Zeitstruktur stellt von Ameln heraus, dass die meisten Seminare in den Jahren 2007 bis 2010 eine Länge von drei Tagen aufwiesen. Zudem konnte ein Anstieg bei den Kursen von zweitägiger Dauer beobachtet werden. Dies fiel jedoch nicht zulasten längerer Veranstaltungen mit einer Dauer von vier bis 21 Tagen aus. Diese Seminare bildeten einen großen wirtschaftlichen Faktor (39% der Teilnehmertage) für die HVHS in Niedersachsen, wobei sich die Teilnehmendenzahl trotz eines gleichbleibenden Angebots in den Jahren 2004 bis 2007 halbierte.
Leben und Lernen unter einem Dach als Kern der Identität
„Das Konzept des Lebens und Lernens unter einem Dach und die dadurch eröffneten besonderen Möglichkeiten für die ganzheitliche Gestaltung von Lernprozessen bilden das Herzstück im Selbstverständnis der HVHS.“ (a.a.O. S. 59). Laut von Ameln macht dieses institutionelle Selbstverständnis im Besonderen den Kern der Identität der HVHS aus. Als weiteres charakteristisches Merkmal wurde die Distanz zum Alltag beschrieben. Einheitlich beurteilten Leiter_innen, Dozent_innen und Teilnehmende, dass die besondere Gestaltung von Ort und Lernumgebung hierzu beitrugen. Unter anderem wurde betont, dass kein Fernseher auf den Zimmern vorhanden ist und die Möglichkeit zu gemeinschaftlichen Aktivitäten gegeben wird. Dies wurde vom pädagogischen Personal auch als besondere Herausforderung betrachtet. Zudem wurden die Begegnungen zwischen den Teilnehmenden von den Leiter_innen hervorgehoben. Neben den Inhalten spielte in den Aussagen der Leiter_innen auch das Zusammenleben der Teilnehmenden eine große Rolle. „Dieser Aspekt des sozialen, informellen Lernens […] wird gleichgewichtig zum formalen Lernprozess, zum Teil sogar als höherwertig verstanden […].“ (a.a.O., S. 65). Dieses Merkmal stellt laut von Ameln auch eine Besonderheit gegenüber anderen Einrichtungen dar. Der angeregte Austausch war für die Teilnehmenden innerhalb der eigenen Veranstaltungsgruppe wichtiger, als der mit anderen Gruppen.
Besondere Atmosphäre in der Teilnehmende als Gäste betrachtet werden
Auch die Zeit, unter anderem in Form von mehrtägigen Veranstaltungsformaten und Ruhephasen während des Lernprozesses, wurde als ein wichtiges Merkmal betrachtet. Hier wurde in den Interviews von Leiter_innen und Dozent_innen die Möglichkeit beschrieben, Themen zu vertiefen und die Inhalte der Veranstaltung fortzuführen. Dieser Aspekt verwies auch auf das Bildungsverständnis der HVHS. In den Interviews wurden hierzu nachhaltige Effekte und Persönlichkeitsbildung genannt. Ein besonderer Fokus der Arbeit wird auf die Teilnehmenden gelegt, so die Interviewten. Hier wurde die Hinwendung zu den Teilnehmenden durch das gesamte Personal (egal ob pädagogisch oder nicht) herausgestellt. Sie wurden in dem Kontext nicht als Kunden, sondern als Gäste beschrieben und betrachtet. Auch hier wurden Begegnungen als wichtig bewertet. Laut von Ameln spiegeln sich besondere humanistische Werte wieder. „Diese Atmosphäre hat im Erleben der Teilnehmer/innen einen hohen Stellenwert – die hohe Aufmerksamkeit und persönliche Ansprache seitens des Personals stellt somit in dieser vermittelten Art und Weise eine wichtige Bedingung für das Gelingen von Bildungsprozessen dar.“ (a.a.O., S. 77). In den Interviews wurde übergreifend ausgesagt, dass zu dieser Atmosphäre unter anderem auch die überlegte Gestaltung von Lernräumen und Zimmern beitragen.
Besondere Rolle der Mitarbeiter_innen spiegelt Konzept der HVHS wider
Zusätzlich wurde das institutionelle Profil der Heimvolkshochschulen in den Interviews abgefragt. Hier wurde die Rolle der Mitarbeiter_innen von Dozent_innen und Leiter_innen besonders hervorgehoben, und zwar zum einen die der hauptamtlichen pädagogischen Mitarbeiter_innen, welche die Veranstaltungen zu einem wesentlichen Teil mitkonzipieren, als auch die der Dozent_innen, die neben der Durchführung und Planung von Veranstaltungen z.B. auch an Mahlzeiten und Abendprogramm teilnehmen. Dies entspricht dem besonderen Konzept der HVHS, so von Ameln. Zudem besteht laut Interviewaussagen des Personals die Möglichkeit der Einzelbetreuung der Teilnehmenden, auch wenn diese von den Betroffenen sehr unterschiedlich eingeschätzt wurde. Als wichtig wurden weiterhin die Orientierung an spezifischen Normen und Werten sowie das für die Einrichtungen besondere Themenspektrum von den Leiter_innen angesprochen. In den Interviews mit den Dozent_innen wurde zudem die Bezahlbarkeit der Kurse im Vergleich zu anderen Bildungsanbietern positiv hervorgehoben. Auch wurde betont, dass trotz der vorherrschenden Normenorientierung Offenheit für andere Meinungen und Orientierungen bestehe.
Gesellschaftliche Werte werden als handlungsleitend betrachtet
Die Antworten der Leiter_innen wurden auch im Hinblick auf die Wertgrundlage der HVHS hin analysiert. Diese Aussagen wurden häufig nicht für die Gesamtheit der HVHS formuliert, sondern bezogen sich auf die jeweiligen Einzeleinrichtungen. Des Weiteren war es eher schwer hier generelle Übereinstimmungen zu finden. Es zeigte sich jedoch, dass die Aussagen bezüglich des Menschenbilds ähnlich waren und sich am Grundgesetz orientierten. Es wurden Selbstbestimmung und das Individuum als soziales Wesen hervorgehoben. Die gesellschaftlichen Werte der HVHS leiten sich laut von Ameln hieraus ab und können als handlungsleitend für die Arbeit betrachtet werden. Das Programm der Heimvolkshochschulen repräsentiert deren spezifische Wertorientierung. „Ungeachtet der vordergründigen Thematik der jeweiligen Veranstaltung wird jedoch in so gut wie allen Programmbereichen persönliche und politische Bildung stets als zusammengehörig gedacht.“ (a.a.O., S. 231).
Bildungsverständnis von Persönlichkeitsbildung und Reflexion geprägt
Als Merkmale des Bildungsverständnisses der HVHS wurden von Leiter_innen und Dozent_innen die Persönlichkeitsbildung und Reflexion hervorgehoben, die Dozent_innen erachteten außerdem den Kompetenzerwerb als wichtig. Dieser stellte auch aus Sicht der Teilnehmenden den wichtigsten Gewinn aus den besuchten Veranstaltungen dar. Die befragten Leiter_innen äußerten zum Teil Vorbehalte gegenüber dem Kompetenzbegriff. Als Gegenmodell zum Kompetenzerwerb seien die HVHS vor allem Orte biografiebegleitenden Lernens. „In den Interviews mit den HVHS-Leitungen kristallisierten sich vier Dimensionen des Bildungsverständnisses heraus, die im Überschneidungsfeld von persönlicher, politischer und praktischer Bildung bestimmend sind:
- die Stärkung der Teilnehmer/innen durch die Reflexion der eigenen Identität in ihrer individualbiographischen sowie gesellschaftlichen Bedingtheit,
- die Stärkung der Urteilsfähigkeit der Teilnehmer/innen durch die Multiperspektivität des Lernprozesses,
- die Anregung zu bürgerschaftlichem Handeln,
- das lebensbegleitende, über die reine Funktionsbezogenheit hinausreichende Lernen.“ (a.a.O., S. 145).
Begegnungen als Modell eines demokratischen Zusammenlebens
In den Interviews mit Dozent_innen und Leiter_innen wurde betont, dass im Rahmen der Seminargestaltung auf Reflexivität des Seminargeschehens und Diskursorientierung geachtet werde. Diese Faktoren wurden als Voraussetzungen beschrieben, um die vermittelten Inhalte der Veranstaltungen in Bezug zur eigenen Person und zur eigenen Biographie zu setzen. „So werden die Subjektorientierung, das Lernen in der und durch die Gemeinschaft, die Bedeutung des informellen Lernens, die Vielfalt der Lernsettings und die Arbeit mit handlungs- und erfahrungsorientierten Methoden als wesentliche Merkmale bei der Gestaltung von Lernprozessen an HVHS betont.“ (a.a.O. S. 158). Neben der Kompetenzvermittlung wurden auch besonders die Reflexion der eigenen Haltung und Lebenspraxis und deren Veränderung hervorgehoben. Die Begegnungen zwischen den Teilnehmenden wurden beschrieben „[…] als Modell für demokratisches Zusammenleben […]. Dazu gehört auch, dass die Teilnehmenden Inhalte oder Abläufe der Veranstaltungen mitgestalten können.“ (a.a.O., S. 232).
Ansprüche der Arbeit können größtenteils umgesetzt werden
Aus den Ergebnissen der Online-Befragung und den elf Einzelinterviews mit Teilnehmenden schließt der Autor, dass die Ansprüche, welche von den Leiter_innen der HVHS formuliert wurden, größtenteils umgesetzt werden konnten. „Über 60% der Teilnehmer/innen geben an, durch einen Besuch der HVHS hätte sich ihre Einstellung zu einigen Dingen verändert.“ (ebd.). Zusätzlich gaben 86,5% der Befragten an, dass sie die Inhalte in Bezug zu sich selbst und ihrem Leben setzen konnten und 90%, dass die Seminarleitung auf ihre Wünsche und Fragen eingegangen war.
Vielfältiger Nutzen für Region und Gesellschaft
Die Leiter_innen waren der Meinung, dass HVHS einen Ort für Diskurse in der Region bieten. Zudem bezeichneten sie die HVHS als Wirtschaftsfaktor für die z.T. eher strukturschwachen Regionen. Neben diesen Aussagen wurde jedoch auch festgehalten, dass die HVHS sich als überregionale Akteure verstehen und insofern keinen direkten Nutzen für die Region haben. Der Autor macht den gesellschaftlichen Nutzen der HVHS an den Aussagen der Leiter_innen zur spezifischen Ausrichtung auf gesellschaftspolitisch bedeutsame Themen fest. Die zwei zentralen Punkte waren hierbei „Gesellschaft mitgestalten“ und „Demokratie schulen“. Auch außerhalb des spezifischen Themenfelds bestand der Anspruch, dass gesellschaftspolitische Fragestellungen einen Raum finden und Teilnehmende zu Engagement angeregt werden sollen. In der Befragung gaben 75% der Teilnehmenden an, zu gesellschaftlichem Engagement motiviert worden zu sein. „Somit ist die Nutzungsargumentation der Leiter/innen zwar nicht empirisch überprüfbar […], sie erscheint aber nachvollziehbar.“ (a.a.O., S. 234).
Große Bandbreite an Spannungsfeldern und Herausforderungen
Die Leiter_innen wurden auch zu Spannungsfeldern und Herausforderungen befragt. Die Befragten nannten eine große Breite an Spannungsfeldern mit nur wenigen Übereinstimmungen. In der Studie wurden sie zusammengefasst zu den Kategorien soziale Veränderungen, Positionierung der HVHS am Markt und ökologische Veränderungen. Die Herausforderungen für die der Zukunft wurden unter den Stichworten Profilschärfung, Ausbau von Kooperationen (z.B. mit anderen HVHS, Bildungseinrichtungen oder Wissenschaft) und Orientierungsfunktion herausgestellt. Als weitere Punkte wurden die Sichtbarmachung von guter Arbeit und die eigene Professionalisierung genannt.
Finanzierung wird als gemeinsame Sorge betrachtet
Weiterhin wurden Wünsche und Erwartungen gegenüber der Bildungspolitik formuliert. Die Leiter_innen erachteten es als wichtig, dass die HVHS und ihre Arbeit finanziell abgesichert sind, dass es aber nicht zu einer Überreglementierung kommen sollte. Insbesondere mangelnde Finanzierung wurde als gemeinsame Sorge geäußert. Der besondere Wert der HVHS sollte anerkannt werden. Hier wird vom Autor empfohlen, dass die gesellschaftlichen Herausforderungen und ihre Folgen auf Verbandsebene behandelt werden sollten. „Eine Notwendigkeit für Gestaltung der Zukunft sehen wir darin, die HVHS in diesem Spannungsfeld so zu positionieren, dass einerseits eine Anschlussfähigkeit für die durchaus vorhandenen Teilnehmenden gesichert bleibt, andererseits aber das auf gesellschaftliche Nachhaltigkeit von Bildungsprozessen ausgerichtete Bildungsverständnis der HVHS erhalten bleibt.“ (a.a.O., S. 216).
Besonderheit des Lernorts und Konzepts muss hervorgehoben werden
Aus Sicht des Autors stehen die HVHS in Zukunft verschiedenen Anforderungen gegenüber. Auch wenn es den HVHS gelingt, Teilnehmende langfristig zu binden, so ist ihr Konzept in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt. Zudem stehen die HVHS laut von Ameln vor der Herausforderung, für die Besonderheit ihres Lernorts und Konzepts zu werben und damit gegen den Trend zu immer kürzer werdenden Veranstaltungen anzugehen. Hierzu gehört unter anderem eine weitere Profilierung. Als eine weitere Aufgabe für die Zukunft wird das spezifische Bildungsverständnis der Einrichtungen betrachtet, dass in einer Diskrepanz zur vermehrten Diskussion um den Erwerb verwertbaren Wissens steht.
Insgesamt könnte hierzu auch eine vermehrte Forschung beitragen. Bislang gibt es kaum empirisches Material über die Heimvolkshochschulen und ihre Besonderheiten.
Bezugsquelle: wbv Media GmbH & Co. KG
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Dr. Falko von Ameln
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