Emotionen, Geschichte und historisches Lernen. Geschichtsdidaktische und geschichtskulturelle Perspektiven

Bibliografische Angaben

Brauer, Juliane / Lücke, Martin (Hrsg.) (2013): Emotionen, Geschichte und historisches Lernen. Geschichtsdidaktische und geschichtskulturelle Perspektiven. Göttingen (305 S.)

Juliane Bauer und Martin Lücke vom Max-Plank-Institut für Bildungsforschung haben 2013 den Sammelband zu dem Thema Emotionen und historisches Lernen herausgegeben. Historisches Lernen soll laut Herausgeber_innen nicht nur über Gefühle, sondern auch mit den eigenen Gefühlen (a.a.O.: 7) erfolgen. Dabei spielen unter anderem Empathie, historische Sinnbildung, Geschichtsbewusstsein und historische Identität eine wichtige Rolle. Wolfgang Hasberg gibt in einem Beitrag beispielsweise Einblicke in die empirische Forschung zur „Emotionalität historischen Lernens“ (Hasberg in a.a.O.: 66). Der Autor konstatiert dabei einen ernüchternden Stand der empirischen Forschung (ebd.). Er weist darauf hin, dass er einen weiten Emotionenbegriff angelegen musste, welcher „Interesse, Motivation, Assoziationen, Einstellungen, Imaginationen und Empathie“ umfasst, um wenigstens einige Studien zum historischen Lernen zu finden (Hasberg in a.a.O.: 63). Vadim Oswalt (ebd. in a.a.O.: 192) analysierte Studien zur Wirkung von Fotografien und Objekten in Gedenkstätten auf Schüler_innen. Dabei wurden Besucher_innen in der KZ-Gedenkstätte Dachau befragt und deren Aussagen hinsichtlich der emotionalen Prozesse ausgewertet. Alina Bothe und Rolf Sperling gehen in ihrem Beitrag auf Trauer und Emotion im virtuellen Raum ein. Die Autor_innen beschreiben die Potenziale historischen Lernens über die Shoah mithilfe von virtuellen Zeitzeugen (Bothe und Sperling in a.a.O.: 201). Die Herausgeber_innen verstehen die Beiträge als Grundlage und Anregung zur weiteren Diskussion in Forschung, Lehre und Praxis.

 

Bezugsquelle: V&R unipress
 

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