Mangelnde Repräsentanz von Frauen in der Forschung zu politischer Bildung

Es besetzen nach wie vor deutlich mehr Männer als Frauen Lehrstühle und andere wichtige Forschungspositionen im Bereich politische Bildung. In der interaktiven Landkarte der Forschung zur politischen Bildung verzeichnet die Fachstelle politische Bildung Wissenschaftler*innen und Forschungseinrichtungen, die politische Bildung zum Forschungsgegenstand haben. Aktuell hat die Landkarte 111 Einträge. Seit dem letzten internationalen Frauentag konnten fünf weitere Wissenschaftlerinnen in die Landkarte der Forschung zur politischen Bildung ergänzt werden.


Foto: Pixabay / LeoNeoBoy

Es besetzen nach wie vor deutlich mehr Männer als Frauen Lehrstühle und andere wichtige Forschungspositionen im Bereich politische Bildung. In der interaktiven Landkarte der Forschung zur politischen Bildung verzeichnet die Fachstelle politische Bildung Wissenschaftler*innen und Forschungseinrichtungen, die politische Bildung zum Forschungsgegenstand haben. Aktuell hat die Forschungslandkarte 111 Einträge. Seit dem letzten internationalen Frauentag konnten fünf weitere Wissenschaftlerinnen ergänzt werden:

  • Prof.in Dr.in Susann Gessner, Professorin für Didaktik der politischen Bildung am Institut für Politikwissenschaft der Philipps-Universität Marburg.
  • Dr.in Dorothee Meyer, Lehrkraft für besondere Aufgaben, Abteilung Allgemeine Behindertenpädagogik und -soziologie, Institut für Sonderpädagogik an der Philosophischen Fakultät der Leibniz Universität Hannover.
  • Dr. Eva-Maria Goll, Akademische Rätin am Institut für Didaktik integrativer Fächer, Integrative Fachdidaktik Sachunterricht und Sozialwissenschaften an der TU Dortmund
  • Annemarie Jordan, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich Politikdidaktik und Politische Bildung, Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin.
  • Dr.in May Jehle, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Didaktik der Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt politische Bildung am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe Universität Frankfurt.

 

Das Ungleichgewicht zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in der Landkarte der Forschung zur politischen Bildung hat sich allerdings weiter vergrößert. Aktuell sind 39 Wissenschaftlerinnen, 61 Wissenschaftler, 3 Personen ohne geschlechtliche Angabe und 8 außeruniversitäre Forschungsinstitutionen in der Forschungslandkarte verzeichnet.

 

Fünf Fragen an Wissenschaftlerinnen

Mit dem Interviewformat „Fünf Fragen an ...“ stellen wir regelmäßig die einzelnen Wissenschaftler*innen und Forschungsinstitute aus der Forschungslandkarte vor. Die fünf meistgelesenen Interviews mit Wissenschaftlerinnen 2021 finden Sie hier.


Zum Vormerken

Einen tieferen Einblick zum Thema Forscherinnen in der politischen Bildung gibt es im April in dem Artikel „Auf den Prüfstand: Die mangelnde Repräsentanz von Frauen in der Forschung zu politischer Bildung“ von Dr.in Helle Becker in der Ausgabe 1/2022 der Zeitschrift POLIS zum Thema „Gender - ein Thema der Politischen Bildung?!“ mehr lesen

Forschungsförderung

Mit einem neuen Service möchten wir Forschung zu politischer Bildung unterstützen und weisen unter anderem in unserem Newsletter auf Forschungsförderungen hin. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert beispielsweise in dem Förderprogramm „Frauen in Wissenschaft, Forschung und Innovation – Innovative Frauen im Fokus“. Forschungs- und Umsetzungsprojekte, die wissenschaftliche Leistungen von Frauen, ihre innovativen Ideen und Errungenschaften sichtbarer machen. Antragsfrist: 30. November 2022. mehr lesen

Politische Bildung und Gender

Dr.in Helle Becker gab am 6. Mai 2021 einen Input bei der Auftaktveranstaltung der Arbeitsgruppe „Politische Bildung und Gender“ der Gesellschaft für Politikdidaktik und politische Jugend- und Erwachsenenbildung (GPJE). Die Veranstaltungsdokumentation gibt es hier.

Die Arbeitsgruppe organisiert in Kooperation mit dem Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Teilinstitut Bremen die Fachtagung „Why focus on gender? Gender und intersektionale Perspektiven in der politischen Bildung“ am 7./8. Juli 2022 in Potsdam/hybrid. Der Call for Abstracts läuft noch bis 15. März 2022. [ PDF| KB ]



Veröffentlicht am 08.03.2022



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