Fachforum „Politische Bildung und kulturelle Bildung“

Am 13. Dezember 2019 lud die Fachstelle politische Bildung Expert_innen aus Wissenschaft und Praxis politischer und kultureller Bildung zu einem Fachgespräch zum Thema „Politische Bildung und kulturelle Bildung“ nach Essen ein.


Fachforum „Politische Bildung und kulturelle Bildung“ in Essen

Fachforum „Politische Bildung und kulturelle Bildung“ in Essen

Am 13. Dezember 2019 lud die Fachstelle politische Bildung Expert_innen aus Wissenschaft und Praxis politischer und kultureller Bildung zu einem Fachgespräch zum Thema „Politische Bildung und kulturelle Bildung“ nach Essen ein.

Hintergrund für die Veranstaltung war die Beobachtung, dass die Suche nach Zugängen zu bisher wenig erreichten Zielgruppen, auch die vermeintliche Politikverdrossenheit breiter Bevölkerungsschichten und andererseits die gesellschaftspolitische Verantwortung von Kunst, Kultur und kultureller Bildung derzeit zu Überlegungen führen, wie Menschen mit kulturellen und künstlerischen Mitteln sowie durch Kunst und Kultur zu politischem Lernen animiert werden können.

Ziel des Fachforums war es, sich mit den Expert_innen über die unterschiedlichen Theorien und fachlichen Konzepte zu politischer Bildung und zu kultureller Bildung auszutauschen. Zudem soll das Fachforum dazu beitragen, gemeinsame Potenziale und Anknüpfungspunkte von politischer und kultureller Bildung auszuloten sowie Grenzen und Unterschiede benennen zu können.

Am Fachforum beteiligten sich Dr.in Helle Becker (Fachstelle politische Bildung), Dr. Werner Friedrichs (Otto-Friedrich-Universität Bamberg), Kerstin Hübner (Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung), Prof. Dr. Ingo Juchler (Universität Potsdam), Linda Kelch (Bundeszentrale politische Bildung/bpb), Dr. Folker Metzger (Klassik Stiftung Weimar), Peter Rein (Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Thüringen) und Dirk Springenberg (Waldritter e.V.).

Orientierung schaffen

Die engagierte Diskussion machte die Notwendigkeit deutlich, differenziert darzulegen und Klarheit darüber zu schaffen, über welchen Gegenstand gesprochen wird. So ist beispielsweise zu unterscheiden, ob von kultureller Bildung allgemein oder von Methoden kultureller Bildung, von kultureller Bildung oder Kunst, politischer Bildung als Dimension von kultureller Bildung oder aber von Kunst oder Kultur als Gegenstand politischer Bildung gesprochen wird. Zudem ist eine Verständigung darüber, was zum Beispiel mit den Begriffen Kunst, Kultur und Politik jeweils gemeint ist, notwendig.

Unter anderem wurde darüber diskutiert, welche pädagogischen Intentionen mit kultureller bzw. politischer Bildung verknüpft werden und welchen Unterschied dabei der Bildungsgegenstand (Kultur, Kunst, Politik) macht. Weiterhin ging es um gemeinsame Themen, beispielsweise darum, welche Bedeutung der öffentliche Raum (wie der Stadtraum) für die politische Bildung und die kulturelle Bildung hat. Welche Möglichkeiten haben Kinder und Jugendliche, sich öffentliche Räume zu erobern und mitzugestalten? Welche politischen, welche kulturellen Dimensionen hat diese Frage?

Nach einer weiteren schriftlichen Abstimmung zwischen den Beteiligten des Fachforums werden die Ergebnisse in einem Papier festgehalten. Es wird für weitere Diskussionen zur Verfügung gestellt und dient als Grundlage für weitere Expert_innengespräche zur Schnittstelle politische Bildung und kulturelle Bildung im nächsten Jahr.



Foto: V.l.n.r. Felix Stiller, Annabell Brosi (beide Fachstelle politische Bildung), Prof. Dr. Ingo Juchler (Universität Potsdam), Dr. Werner Friedrichs (Otto-Friedrich-Universität Bamberg), Kerstin Hübner (Bundesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung), Dr.in Helle Becker (Fachstelle politische Bildung), Dr. Folker Metzger (Klassik Stiftung Weimar), Linda Kelch (Bundeszentrale für politische Bildung), Dirk Springenberg (Waldritter e.V.), Peter Rein (LKJ Thüringen).




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