„Die Policy-Didaktik kann als Versuch aufgefasst werden, Politik zu vermitteln, die sich in entgrenzten Räumen abspielt.“ Fünf Fragen an Ragnar Müller

Dr. Ragnar Müller ist Akademischer Rat am Institut für Sozialwissenschaften, Abteilung Politikwissenschaft, der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Im Interview berichtet er von seiner Arbeit zu europäischer Integration und Bildung für nachhaltige Entwicklung. In seiner Dissertation macht er einen Vorschlag für eine Policy-Didaktik.


Dr. Ragnar Müller (Foto: privat)

Dr. Ragnar Müller ist Akademischer Rat am Institut für Sozialwissenschaften, Abteilung Politikwissenschaft, der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Im Interview berichtet er von seiner Arbeit zu europäischer Integration und Bildung für nachhaltige Entwicklung. In seiner Dissertation macht er einen Vorschlag für eine Policy-Didaktik.


1. Was ist Ihr aktuelles und was war Ihr letztes Forschungsprojekt zur politischen Bildung?

Mein aktuelles Projekt befasst sich mit der Vermittlung des komplexen Gegenstands Europäische Union, das vorherige Projekt stammt aus dem Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung und trägt den Titel „Klima, Wachstum und das gute Leben“ .

 

2. Welche Ihrer Forschungsergebnisse schätzen Sie als besonders relevant für die Praxis politischer Bildung ein?

In meiner Dissertation „Wie kann man komplexe Themen wie Globalisierung oder europäische Integration vermitteln?“ mache ich einen Vorschlag für eine Policy-Didaktik. Die Policy-Didaktik kann als Versuch aufgefasst werden, Politik zu vermitteln, die sich in entgrenzten Räumen abspielt.

 

3. Welche Themen im Kontext politischer Bildung sollten Ihrer Meinung nach beforscht werden?

Wir brauchen mehr Forschung zu europäischer Integration, Nachhaltigkeit, Rechtspopulismus/-radikalismus/-extremismus und eigentlich auch noch vielen anderen Themen.

 

4. Welchen Gewinn kann ein Dialog von Wissenschaft und Praxis und ein Austausch zwischen den Wissenschaftsdisziplinen für die politische Bildung bringen?

Ein Austausch kann zu höherer fachlicher Qualität bei komplexen Themen wie europäischer Integration führen.

 

5. Die Fachstelle politische Bildung hat eine Landkarte der Forschung zur politischen Bildung entwickelt, um Austausch und feldübergreifende Zusammenarbeit zu fördern, zwischen und innerhalb der Wissenschaftsdisziplinen sowie zwischen Wissenschaft und Praxis. Sie sind dort mit einem Eintrag vertreten. Über welche Kontaktaufnahmen oder Anfragen anderer Wissenschaftler*innen, Praktiker*innen oder sonstiger Interessierter würden Sie sich freuen?

In erster Linie freue ich mich über Kontaktaufnahmen, die mir jetzt nicht in den Sinn kommen und die gerade deshalb besonders fruchtbar sein könnten.

 

Veröffentlicht am 28.03.2022

 

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