„Die Verknüpfung unterschiedlicher Perspektiven ist für die UN-Kinderrechtskonvention sehr hilfreich.“ Fünf Fragen an Katharina Gerarts

Katharina Gerarts ist Professorin für Kindheitswissenschaften an der Evangelischen Hochschule Darmstadt. In einem kurzen Interview spricht sie über ihr aktuelles Forschungsprojekt, in dem sie gemeinsam mit einem interdisziplinären Team eine Kinderrechte-App mit und für Kinder und Jugendliche entwickelt.


Prof.in Dr.in Katharina Gerarts (Foto: Evangelische Hochschule Darmstadt)

Prof.in Dr.in Katharina Gerarts (Foto: Evangelische Hochschule Darmstadt)

Katharina Gerarts ist Professorin für Kindheitswissenschaften an der Evangelischen Hochschule Darmstadt. In einem kurzen Interview spricht sie über ihr aktuelles Forschungsprojekt, in dem sie gemeinsam mit einem interdisziplinären Team eine Kinderrechte-App mit und für Kinder und Jugendliche entwickelt.


1. Was ist Ihr aktuelles Forschungsprojekt?

Aktuell forsche ich zur Relevanz einer Kinderrechte-App und die Entwicklung eines Prototyps für die Nutzung durch Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren. Es ist ein interdisziplinäres Forschungsprojekt mit Prof. Marc Weinhardt, Prof. Markus Emanuel und Prof.in Simone Dittrich, alle Evangelische Hochschule Darmstadt.

2. Was ist das Ziel der Kinderrechte-App?

Die Kinderrechte-App wird gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen entwickelt. Kinderrechte gemäß der UN-Kinderrechtskonvention werden so für diese Zielgruppe verständlich und zugänglich. Sie können als Teil menschenrechtlicher Bildung vermittelt und für die Lebenswelten junger Menschen praktisch anwendbar gestaltet werden. Die App behandelt Information, Prävention und Intervention, wodurch zum Beispiel für Themen wie Kinderschutz größere Aufmerksamkeit erzielt werden kann.

3. Welche Themen im Kontext politischer Bildung sollten Ihrer Meinung nach beforscht werden?

Geforscht werden sollte zu Rechten von Kindern und Jugendlichen, Menschenrechten, generationaler Ordnung, Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen sowie demokratischen Beteiligungsprozessen im Kindes- und Jugendalter.

4. Welchen Gewinn für die politische Bildung kann ein Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis sowie ein Austausch zwischen und innerhalb der Wissenschaftsdisziplinen bringen?

Zum Team unseres aktuellen Forschungsprojekts gehören derzeit Kolleg*innen aus Erziehungswissenschaften und Sozialpädagogik sowie aus der Kindheitspädagogik- und dem Jugendhilferecht und Familienrecht. Die Verknüpfung unterschiedlicher Perspektiven ist für die oft eher abstrakte UN-Kinderrechtskonvention und ihre praktische Umsetzung sowie ihr Wirken im Sinne politischer Bildung sehr hilfreich.

5. Die Fachstelle politische Bildung hat eine Landkarte der Forschung zur politischen Bildung entwickelt, um Austausch und feldübergreifende Zusammenarbeit zu fördern: zwischen und innerhalb der Wissenschaftsdisziplinen, aber auch zwischen Wissenschaft und Praxis. Sie sind dort mit einem Eintrag vertreten. Über welche Kontaktaufnahmen oder Anfragen anderer Wissenschaftler*innen, Praktiker*innen oder sonstiger Interessierter würden Sie sich freuen?

Kontaktaufnahmen zu unserem Forschungsprojekt sind sehr willkommen, gern auch aus anderen wissenschaftlichen Disziplinen oder zur Verknüpfung mit ähnlichen Forschungsinteressen.

 

Veröffentlicht am 25.06.2019

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