Fachstelle politische Bildung – Wissens-Hub

Nach wie vor gibt es zu wenige wissenschaftliche Daten und Erkenntnisse über die Praxis politischer Bildung. Transfer für Bildung e.V. baut deshalb einen „Wissens-Hub“ mit den Schwerpunkten Forschung zu Praxis, Wirkungen und Evaluation politischer Bildung auf.

Das Projekt Fachstelle politische Bildung – Wissens-Hub ist im Januar 2025 gestartet und wird aus Mitteln der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb gefördert. Es ist ein Projekt des Fachbereichs Transferstelle politische Bildung bei Transfer für Bildung e.V.

Ziel des Wissens-Hubs ist es, speziell Wissen zu bündeln und aufzubereiten, das in der aktuellen Qualitätsdebatte gebraucht wird: Mehr Wissen über die Praxis politischer Bildung, ihren Wirkungen und wie man diese evaluieren kann. Der Wissens-Hub wird die wissenschaftliche Auseinandersetzung strukturieren, analysieren, tragfähig verknüpfen und es für weitere Fachdebatten sowie als Anregungen für die Praxis aufbereiten. Durch die Kombination dieser Elemente soll ein solcher Wissens-Hub relevante Beiträge zu einer strukturierten, breiteren Qualitätsdebatte leisten und damit zu einem verbesserten Verständnis, Qualitätsentwicklung und Zusammenarbeit in und zwischen Wissenschaft und Praxis politischer Bildung beitragen.

Die Arbeit der Fachstelle wird von einem Beirat begleitet und unterstützt, dessen Mitglieder Wissenschaft, Praxis, Förderung und Unterstützung politischer Bildung repräsentieren.

Weitere Informationen zu unserem Vorhaben finden Sie in diesem Factsheet  [ PDF | 696 KB ].

Ansprechpartner*innen

Der folgende Abschnitt wird in Kürze überarbeitet, bei Fragen wenden Sie sich gerne an info@transferfuerbildung.de

 

Angebote und Aktivitäten der Fachstelle

Webseite

Auf dieser Webseite werden verschiedene Tools und Informationen gebündelt. Es werden neuere Entwicklungen in Forschung und Praxis politischer Bildung durch Interviews, Veranstaltungshinweise und weiterführende Informationen zu Vorhaben, Quellen und Ergebnissen abgebildet. Anhand speziell entwickelter Tools findet man Forschungsliteratur, Forscher*innen, Praxisfelder und Forschungsanfragen: Landkarte der Forschung zu politischer Bildung, Topografie der Praxis politischer Bildung, Matching-Portal und die Datenbank.

Vernetzung durch (eigene) Veranstaltungen, Gespräche, Beratungen, und Gremienarbeit

Wir führen eigene Veranstaltungen durch und bringen unsere Expertise regelmäßig durch Beratungen, Vorträge und Workshops im Rahmen verschiedener Fachveranstaltungen, bei Netzwerk- und Arbeitsgruppentreffen sowie Trägeraktivitäten ein.

 

Veröffentlichungen

Wir veröffentlichen eigene Beiträge in einschlägigen Fachmedien und auf Online-Portalen. Auf unserer Webseite publizieren wir unter anderem Broschüren und Expertisen.

Zu den Veröffentlichungen

 

Dossiers

Zu ausgewählten Themenbereichen geben Dossiers einen Überblick für Wissenschaft und Praxis politischer Bildung. Vorgestellt werden laufende und aktuelle Forschungsprojekte, wissenschaftliche Literatur und Expert*innen für die jeweiligen Themen. 

Zu den Dossiers

 

Datenbank

Die Datenbank informiert über aktuelle empirische Forschungsarbeiten zu politischer Bildung, liefert Analysen der Forschungsergebnisse und daraus abgeleitete Handlungsempfehlungen für die Praxis. Sie enthält Literaturquellen, Veröffentlichungen, Zusammenfassungen, Querverweise, Kontakte.

Zur Datenbank


Newsletter

Ein Newsletter informiert monatlich über aktuelle Entwicklungen in Forschung und Praxis der politischen Bildung, unter anderem mit Veranstaltungshinweisen und Empfehlungen aus dem Feld, und weist auf aktuelle Einträge auf der Webseite hin.

Zum Newsletter

 

Landkarte der Forschung zur politischen Bildung

Die interaktive Landkarte der Forschung zur politischen Bildung verzeichnet geografisch Wissenschaftler*innen und Forschungseinrichtungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die politische Bildung zum Forschungs- und Lehrgegenstand haben, und beschreibt deren disziplinäre Ausrichtung und Forschungsschwerpunkte. Die Landkarte dient dazu, die Wissenschaftslandschaft zu politischer Bildung transparent und zugänglicher zu machen und eine Kontaktaufnahme zu erleichtern.

Zur Landkarte der Forschung zur politischen Bildung


Topografie der Praxis politischer Bildung

Die Topografie der Praxis politischer Bildung bietet einen Überblick über die Vielfalt und Differenziertheit der institutionalisierten politischen Bildung, deren Strukturen und Ansätze. Sie stellt Praxisfelder der formalen und nichtformalen Bildung dar, in denen politische Bildung mit unterschiedlichen Konzepten, Rechtsgrundlagen, Politik- und Wissenschaftsbezügen verortet ist. In der interaktiven Version der Topografie findet man weiterführende Informationen und Dokumente zu Rechtsgrundlagen, Politikbereichen und Wissenschaftsbezügen der Felder.

Zur Topografie der Praxis politischer Bildung


Matching-Portal

Forscher*innen, die eine Zusammenarbeit mit der Praxis suchen, und Praktiker*innen, die mit Forschungsstellen zusammenarbeiten möchten, können im Matching-Portal über eine individuelle Suchanzeige ihr Vorhaben, dessen jeweilige Bedingungen und zu erfüllende Kriterien vorstellen.

Zum Matching-Portal

 

Social Media

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Beirat der Fachstelle politische Bildung

Die Mitglieder des Beirats der Fachstelle politische Bildung repräsentieren Wissenschaft, Praxis, Förderung und Unterstützung politischer Bildung. Die Vertreter*innen aus dem schulischen und außerschulischen Bereich politischer Bildung, von Hochschulen und Universitäten, Verbänden und Stiftungen, Ministerien sowie der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und einer Landeszentrale für politische Bildung begleiten die Fachstelle und beraten sie in ihrer Arbeit. Beirat und Fachstelle sind über Fragen und Herausforderungen der politischen Bildung regelmäßig im Gespräch.

 

Im Beirat vertreten sind zurzeit (Stand Oktober 2025):

  • Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e.V.
  • Bertelsmann Stiftung
  • Bundesausschuss Politische Bildung e.V. (bap)
  • Bundesministerium für Bildung, Familien, Frauen, Senioren und Jugend (BMBFSFJ)
  • Bundeszentrale für politische Bildung/bpb
  • Deutsche Vereinigung für Politische Bildung e.V. (DVPB)
  • Gesellschaft für Politikdidaktik und politische Jugend- und Erwachsenenbildung (GPJE)
  • Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern
  • Robert Bosch Stiftung
  • Prof.in Dr.in Sabine Achour, FU Berlin
  • Prof.in Dr.in Anja Besand, TU Dresden
  • Prof. Dr. Helmut Bremer, Universität Duisburg-Essen
  • Prof. Dr. Andreas Klee, Universität Bremen
  • Prof. Dr. Tonio Oeftering, Universität Oldenburg
  • Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker, Universität Hamburg
  • Prof. Dr. Andreas Thimmel, TH Köln

 

Praktikum

Wir bieten die Möglichkeit für ein studentisches Praktikum bei uns.

Weitere Informationen [ PDF | 540 KB ]

 


Aktuelle Beiträge

Portraitfoto zeigt Dr. Kai Schubert-Praxl in lila Hemd.
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Dr. Kai E. Schubert-Praxl ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Lebenslanges Lernen unter besonderer Berücksichtigung des non-formalen und informellen Lernens am Institut für Erziehungswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum. Er forscht zu politischer Bildung und Antisemitismus und betont die Bedeutung des Erlernens von Ambiguitätstoleranz. Im Bereich Diskriminierungskritik beschreibt er die außerschulische politische Bildung als einen „Treiber pädagogischer Innovation“.

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Portraifoto zeigt Katrin Hahn-Laudenberg mit schwarzem Oberteil und Kette vor türkisem Hintergrund
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Prof.in Dr.in Katrin Hahn-Laudenberg ist Professorin für Fachdidaktik der Sozialwissenschaften am Institut für Politikwissenschaft der Universität Münster. Sie leitet dort das deutsche Studienzentrums der International Civic and Citizenship Education Study (ICCS), die 2027 erstmals nicht nur in einzelnen Bundesländern, sondern in ganz Deutschland durchgeführt wird. Prof.in Hahn-Laudenberg forscht außerdem u.a. zu Ursachen affektiver Polarisierung von Jugendlichen in Belgien und Deutschland, d.h. zur Tendenz, politischen Gegner*innen mit negativen Gefühlen zu begegnen und wie Schule damit umgeht.

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Bild zeigt ein Mikrofon und darunter den Text:
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Wie lassen sich Wirkungen nonformaler politischer Bildung gegenstandsangemessen erfassen? Anlässlich unseres Analysepapiers „Gegenstandsangemessene Wirkungsevaluation in Demokratieförderung und nonformaler politischer Bildung. Eine fachliche Einordnung am Beispiel des Bundesprogramms ‚Demokratie leben!’" waren wir zu Gast im Podcast potenziaLLL, dem Podcast des Portals wb-web zum Lebenslangen Lernen für Lehrende.

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Die Fachstelle politische Bildung – Wissens Hub lädt am 14. Oktober 2026, von 13 bis 15 Uhr erneut zur Präsentation aktueller Forschungsarbeiten ein. Im Rahmen einer Online-Veranstaltung werden zwei empirische Abschlussarbeiten zu unterschiedlichen Handlungsfeldern der nonformalen politischen Bildung präsentiert. Die Präsentationen umfassen jeweils Fragestellung, methodisches Vorgehen und zentrale Befunde. Im Anschluss besteht Gelegenheit zur Diskussion und zum fachlichen Austausch.

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Elia Scaramuzza ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Didaktik der Sozialwissenschaften am Institut für Politikwissenschaft der Universität Duisburg-Essen. Im Interview gibt er Einblick in seine im Juli 2026 abgeschlossene Dissertation „Gesellschaft – Subjekt – Bildung. Perspektiven einer mündigkeitsorientierten politischen Bildung im Anschluss an Theodor W. Adorno, Rolf Schmiederer und Wolfgang Sander“. Aktuell arbeitet er zum Beutelsbacher Konsens und zu geschlechterreflexiver politische Bildung.

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Titelseite Working Paper 4
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Was wissen wir über die Praxis nonformaler politischer Bildung? Wie wird sie bislang beforscht und wo liegen die größten Wissenslücken? Das neue Fachstellen-Working-Paper 4 „Analyse: Empirische Grundlagenforschung zur Praxis nonformaler politischer Bildung. Bestandsaufnahme, Forschungslücken und Lernpotenziale“ liefert dazu eine umfassende Bestandsaufnahme. Eine kompakte Kurzfassung bündelt die zentralen Befunde und Ansatzpunkte für den schnellen Überblick.

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Ein Analysepapier des Projekts „Fachstelle politische Bildung – Wissens-Hub“ (2025–2027) von Transfer für Bildung e.V.: Wie lassen sich Wirkungen von Förderprogrammen zu Demokratieförderung, Vielfaltgestaltung, Extremismusprävention und politischer Bildung angemessen untersuchen und bewerten? Mit dem Analysepapier „Gegenstandsangemessene Wirkungsevaluation in der Demokratieförderung und nonformaler politischer Bildung“ möchte Transfer für Bildung e.V. am Beispiel der Evaluationsmethodik von „Demokratie leben!“ die Auseinandersetzung mit der wissenschaftlichen Untersuchung von Wirkungen der politischen Bildung anregen.

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Der Beitrag „Das fehlte noch! Das Integrationsmodell politische Bildung und Demokratiebildung“ von Dr.in Helle Becker ist in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Außerschulische Bildung“ (2/2026) des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten (AdB e.V.) erschienen (kostenlos downloadbar). Becker zeigt darin, wie mit Blick auf die Praxis ein integratives Verständnis politischer Bildung möglich ist, indem Konzepte und theoretische Bezüge hinsichtlich politischer Bildung und Demokratiebildung aufeinander bezogen werden.

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Bereich:

Im Nachgang des Fachstellen-Fachforums „Grundlagenforschung zur nonformalen politischen Jugend- und Erwachsenenbildung“ am 5. September 2025 in Berlin haben wir mit Dr.in Anne Jordan und Ole Jantschek von der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung gesprochen. Im Interview geht es um die Bedeutung von Grundlagenforschung für die Praxis nonformaler politischer Bildung, aber auch um Wirkungsforschung, Evaluation und Legitimationsdruck. Sie geben Einblick in bisherige Erfahrungen des Verbands und sprechen über Herausforderungen, Bedarfe und Ideen für die Zusammenarbeit mit Wissenschaft.

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Bereich:

Am 24. April 2026 kamen in der ersten Beiratssitzung 2026 des Projekts „Fachstelle politische Bildung – Wissens-Hub“ Vertreter*innen aus Wissenschaft, Praxis und Unterstützung politischer Bildung zusammen. Die Sitzung widmete sich der Wirkungsforschung zur nonformalen politischen Bildung, dem aktuellen Arbeitsschwerpunkt des Projekts „Fachstelle politische Bildung – Wissenshub“.

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Aktuelle Empfehlungen

  • Hentges, Gudrun / Farrokhzad, Schahrzad / Lopes, Elisabeth Faria / Gläser, Georg / Klapproth-Rieger, Adriana / Kluß, Anno / Tölle, Lisa (Hrsg.) (2026): Verschwörungsideologien im sozialen Nahraum. Herausforderung für Beratung und politische Bildung, online
  • CfP des „Magazin erwachsenenbildung.at. Das Fachmedium für Forschung, Praxis und Diskurs“ zum Thema „Der gesellschaftliche Beitrag der Erwachsenenbildung“ [ PDF | 758 KB ] 
    Frist: 28. Januar 2027
  • promotion – der Dissertationswettbewerb des Verlag Barbara Budrich 2027 mehr
    Einsendefrist: 1. November 2026 

Weitere Veröffentlichungen | Calls for Papers | Forschungsförderungen

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