„Die Integration von 'Bildungsfernen' ist für uns inzwischen eine Querschnittsaufgabe.“ Interview mit Monika Schwidde und Helga Lütkefend von der VHS im Kreis Herford'

Im Interview mit der Transferstelle berichten Monika Schwidde und Helga Lütkefend von der VHS im Kreis Herford über ihre Erfahrungen im Vorhaben zum Thema „Weiterbildung und Weiterbildungsberatung für „Bildungsferne‘“. Das Projekt der Landesarbeitsgemeinschaft für eine andere Weiterbildung (LAAW) wurde von Prof. Dr. Helmut Bremer von der Universität Duisburg-Essen wissenschaftlich begleitetet.


Monika Schwidde und Helga Lütkefend, VHS im Kreis Herford

Monika Schwidde und Helga Lütkefend, VHS im Kreis Herford

Im Interview mit der Transferstelle berichten Monika Schwidde und Helga Lütkefend von der VHS im Kreis Herford über Ihre Erfahrungen im Vorhaben zum Thema „Weiterbildung und Weiterbildungsberatung für ‚Bildungsferne‘“. Das Projekt der Landesarbeitsgemeinschaft für eine andere Weiterbildung (LAAW) wurde von Prof. Dr. Helmut Bremer von der Universität Duisburg-Essen wissenschaftlich begleitetet.

Monika Schwidde ist Leiterin der Volkshochschule im Kreis Herford (VHS) und war Mitglied der Steuerungsgruppe des Gesamtvorhabens. Helga Lütkefend ist stellvertretende Leiterin der VHS und dort unter anderem für die Bereiche, Alphabetisierung, Grundbildung, Familienbildung, Pädagogik, berufsbezogene Weiterbildung und Stellung der Frau in der Gesellschaft zuständig. Sie koordinierte die Maßnahmen im letzten Projekt des Gesamtvorhabens „Weiterbildungsberatung im sozialräumlichen Umfeld“. (Weitere Informationen zum Gesamtvorhaben finden Sie unterhalb des Interviews.)

 

Transferstelle politische Bildung: Was waren die Gründe für eine Beteiligung der VHS Herford am Vorhaben „Weiterbildung und Weiterbildungsberatung für ‚Bildungsferne‘“?

Monika Schwidde: Die VHS Herford möchte die Weiterbildungsquote erhöhen und Zielgruppen erreichen, die bisher weniger erreicht wurden. Bildungsgerechtigkeit ist ein politischer Anspruch der Landesregierung an die Weiterbildung. Mir liegt das Thema Bildungsgerechtigkeit in der Weiterbildung auch persönlich am Herzen, weil ich selbst ein Arbeiterkind bin und damit einer Gruppe angehöre, die oft unterrepräsentiert ist. Es war in der VHS also keine Überzeugungsarbeit nötig, damit wir uns diesem Thema intensiv im Rahmen eines Projekts zuwenden. Im Gegenteil, im Alltag ist das oft schwierig, weil es Geld, Zeit und Personalressourcen kostet. Davon wurde einiges über das Projekt finanziert.

TpB: Welche speziellen Adressat_innen wollte die VHS in dem Gesamtvorhaben ansprechen?

Helga Lütkefend: Nachdem wir uns in einem Workshop mit anderen Weiterbildungsträgern und Beratungsstellen zu Weiterbildungsbedarfen ausgetauscht haben, haben wir uns in der VHS Herford für Menschen mit Migrationshintergrund als Zielgruppe des Projekts „Weiterbildungsberatung im sozialräumlichen Umfeld“ entschieden. Wir haben mit ihnen die aufsuchende Weiterbildungsberatung ausprobiert und daraus resultierend Angebote entwickelt und umgesetzt.

TpB: Was waren die Gründe für diese Entscheidung?

HL: Wir hatten vor den wissenschaftlich begleiteten Projekten bereits Kontakt zu dieser Zielgruppe, weil wir seit vielen Jahren Integrationskurse durchführen. Dabei haben wir immer wieder festgestellt, dass es zwar Weiterbildungsbedarf gibt, aber oft auch eine gewisse Distanz zu Weiterbildungsangeboten oder auch Hemmschwellen, Weiterbildungsbedarfe an die VHS heranzutragen.

TpB: Warum gibt es diese Distanz oder Hemmschwellen?

MS: Dafür kann es verschiedene Gründe geben. Ich denke, die Zielgruppe hat oftmals zuvor noch keine Erfahrungen mit Weiterbildungsangeboten gemacht, oft gibt es auch keine Vorbilder. Möglicherweise geht man auch davon aus, dass die Einrichtung Weiterbildung nur für bestimmte Personenkreise anbietet. Auch unser wunderschönes 120 Jahre altes Schulgebäude repräsentiert nicht gerade Offenheit.

TpB: Was waren Ihre Ziele in den „Potenziale-Projekten“ und im Projekt „Weiterbildungsberatung im sozialräumlichen Umfeld“?

MS: In den „Potenziale-Projekten“ haben wir uns unter anderem mit den Fragen beschäftigt, welche niedrigschwelligen Angebote es gibt, die nicht mit einem defizitären Ansatz an die Gruppe herangehen. Wir haben uns auch gefragt, wie wir ‚Brückenmenschen‘ einbinden können, um die Zielgruppe zu erreichen. Wir haben z. B. einen Flyer erstellt, in dem wir für einen interkulturellen Chor geworben haben. Wir wollten über das Singen einen Zugang schaffen und kein Angebot bieten nach dem Motto: „Du brauchst doch bestimmt einen Kurs, wie du besser Deutsch sprechen kannst.“ Das hat im ersten Durchgang auch gut funktioniert.

Im Projekt „Weiterbildungsberatung im sozialräumlichen Umfeld“ ging es dann verstärkt um die Vernetzung mit anderen Beratungsstellen, bei denen diese Menschen zunächst mit anderen Anliegen erscheinen. Die Idee war, diese Beratungsstellen, z. B. Schuldner- oder Suchtberatung, so zu sensibilisieren, dass sie ihre Klienten in ihrer Beratung auch über Weiterbildungsangebote informieren.

TpB: Welche Erfahrungen haben Sie mit ‚Brückenmenschen‘ gemacht? 

MS: In den „Potenziale-Projekten“ haben wir mit einer Frau mit Migrationshintergrund zusammengearbeitet, die sich in einem Verein in Vlotho für Frauen engagiert und die Menschen dort für Weiterbildung interessieren wollte. Sie hat dafür geworben, die Weiterbildungseinrichtungen vor Ort zu nutzen und hat auch Bedarfsabfragen gemacht. Initiiert durch diese ‚Brückenfrau‘ haben Personen aus unserer Zielgruppe an ganz verschiedenen Weiterbildungsangeboten der Volkshochschule oder auch dem AKE-Bildungswerk in Vlotho teilgenommen. Traurigerweise hat diese Frau mit ihrem verstärkten Engagement auch zunehmend Schwierigkeiten in ihrer religiösen Gemeinschaft bekommen, weil eine selbstbewusste Frau dort nicht so gut ankam. Sie hat sich dann leider etwas zurückgezogen. Von ihren Anregungen und Überlegung haben wir aber eine ganze Zeit profitiert und sie uns auch zu Eigen gemacht. Wir haben ‚Brückenmenschen‘ immer mal wieder in unsere Dienstbesprechungen eingeladen, um Anregungen zu bekommen und uns dafür sensibilisieren zu lassen, wofür uns intern der eigene Blick fehlte.

Auch bei dem erwähnten Chorprojekt haben wir mit ‚Brückenmenschen‘ gearbeitet, was sehr erfolgreich war. Wir haben aber auch die Erfahrung gemacht, dass manche ‚Brückenmenschen‘ vor Ort dann doch ein paar Hemmschwellen hatten, anderen etwas anzubieten. Ich erinnere mich noch an eine Aussage einer ‚Brückenfrau‘, die sagte, sie käme sich vor wie eine Avon-Beraterin, weil sie etwas anbieten und „schmackhaft“ machen sollte, zwar nicht Kosmetik, aber eben Bildung.

TpB: Welche Erkenntnisse haben Sie für die Bildungsberatung gewonnen?

HL: Wir müssen uns als VHS noch stärker vernetzen, als Institution offener für ‚bildungsferne‘ Zielgruppen werden und Hemmschwellen abbauen. Weiterbildungsberatung für ‚bildungsferne‘ Zielgruppen kann nicht dabei stehen bleiben, nur den Ratsuchenden zu begegnen, die mit konkreteren Beratungsanliegen den Weg in eine Weiterbildungsberatungsstelle finden. Beratungsanliegen müssen dort aufgegriffen werden, wo sie artikuliert werden. In der Arbeit mit sogenannten ‚Bildungsfernen‘ können dabei das sozialräumliche Umfeld und der Alltag der Menschen in den Fokus rücken. Naheliegend sind daher aufsuchende Strategien und/oder die Kooperation mit Einrichtungen, die Zugang zu diesen Zielgruppen haben und in denen potenzielle ‚Brückenmenschen‘ oder Schlüsselpersonen tätig sind.

Viele Vertreterinnen und Vertreter aus Beratungsstellen sowie z. B. auch Leitungen von Integrationskursen machen im Ansatz bereits Bildungsberatung über ihre eigentliche institutionelle Mission hinaus. Es wurde aber deutlich, dass diese Stellen wissen müssen, welche Weiterbildungsangebote und welche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner es in der Region gibt. Daraus resultierte dann auch die Idee, eine Internetseite anzubieten, über die sich Multiplikatoren und Multiplikatorinnen über die bestehenden Angebote informieren können. Wir sind immer schon gut vernetzt gewesen, aber durch das Projekt konnten wir diese Kontakte weiter intensivieren.

TpB: Welche Erfahrung haben Sie mit Bedarfsabfragen bei der Zielgruppe gemacht?

HL: Im Projekt „Weiterbildungsberatung im sozialräumlichen Umfeld“ haben wir zu zwei Migrantenorganisationen Kontakt aufgenommen, zu der sunnitischen, türkisch-islamischen Gemeinde und zu der alevitischen Gemeinde in Herford. Dort haben unsere Projektmitarbeiterin und ich unsere Angebote vorgestellt, die Projektmitarbeiterin hat das auch auf Türkisch gemacht. Sie hatte zuvor bereits Kontakte zu diesen Organisationen. Sie hat am Frauen-Frühstück der Gemeinden teilgenommen und uns dort vorgestellt, teilweise bin ich auch mitgekommen. Wir haben dann dort auch den Bedarf abgefragt. In der sunnitischen Gemeinde war es relativ einfach, man wünschte sich einen Alphabetisierungs- und einen Gesundheitskurs. Das Alphabetisierungsangebot haben wir erfolgreich umgesetzt. In der anderen Gemeinde gab es verschiedene Bedarfe und Interessen, die auf einem Aushang eintragen werden konnten. Wir haben dann das umgesetzt, wofür das größte Interesse bestand, das waren ein EDV- und ein Englisch-Kurs.

TpB: Sie konnten wahrscheinlich nicht für jeden Wunsch auch ein Angebot schaffen?

HL: Unsere Grenze war dort, wo die Wünsche nach möglichst kostenlosen Angeboten in Konflikt mit unserem Auftrag und unserem Selbstverständnis gerieten. Wir können als VHS nur Angebote entgeltfrei anbieten, die im besonderen öffentlichen Interesse sind, beispielsweise Angebote der politischen Bildung oder Alphabetisierungskurse. Solche Angebote tragen zu Integration, Bildungsgerechtigkeit sowie zu gesellschaftlicher und politischer Teilhabe in unserer Gesellschaft bei. Wir haben Verständnis für Wünsche nach einem Folklore-Angebot oder einem Saz-Kurs für Jugendliche. Diese Bildungsinhalte haben im persönlichen Wertesystem der Menschen in den Migranten-Organisationen einen hohen Stellenwert. Es besteht offenbar ein starkes Bedürfnis, Elemente der Herkunftskultur zu pflegen und auch an die eigenen Kinder weiterzugeben. Entsprechende Angebote können wir als VHS aber nur mit Kostenbeteiligung oder im Rahmen unserer sogenannten „Bildung auf Bestellung“ umsetzen, die dann kostendeckend kalkuliert wird und bezahlt werden muss.

TpB: Gab es weitere Konsequenzen aus den Projekten? 

HL: Viele Erkenntnisse sind in die weitere Planung und Entscheidungen der VHS im Kreis Herford eingeflossen, auch in personelle Entscheidungen. Wir konnten für das Projekt „Weiterbildungsberatung im sozialräumlichen Umfeld“ eine Projektmitarbeiterin einstellen, die auch der ‚Brückenmensch‘ zu unserer Zielgruppe war. Sie hat selbst einen Migrationshintergrund und eine entsprechende berufliche Vorbildung und langjährige Erfahrung in der Arbeit mit der Zielgruppe. Die Projektmitarbeiterin konnten wir nach dem Projekt weiter bei uns beschäftigen, allerdings nur, weil die Fördermodalitäten für Deutschkurse, Flüchtlingskurse, etc. das zuließen. Wir haben viel aus den Gesprächen mit anderen Bildungsträgern und Beratungsinstitutionen gelernt. Eine Vertreterin aus einer Beratungsstelle hat uns z. B. darauf hingewiesen, dass berufsbezogene Angebote im Bereich Alphabetisierung für Erwerbstätige und Arbeitssuchende fehlen und dass die Zeiten für unsere bisher üblichen Alphabetisierungskurse für diese Menschen nicht geeignet sind. So haben wir dann auch am Wochenende Alphabetisierungskurse angeboten.

MS: Ein weiteres wichtiges Projektergebnis in diesem Zusammenhang war, dass Weiterbildung und Weiterbildungsberatung für ‚Bildungsferne‘ durch die Förderbedingungen nicht berücksichtigt werden. Wir werden z. B. immer wieder auf Grundlage verschiedenster statistischer Abfragen oder aus Sicht unserer kommunalen Geldgeber, an der Anzahl von Veranstaltungen oder Teilnehmenden gemessen. Ein zeit- und ressourcenintensives Engagement, bestimmte Gruppen an die Institution heranzuführen und umgekehrt, wird nicht gewürdigt und bleibt dann schon mal angesichts des ökonomischen Drucks, den wir alle haben, auf der Strecke. Als Konsequenz verhandelt die gemeinnützige Weiterbildung mit dem zuständigen Landesministerium über neue Finanzierungsmodelle. Die Einsicht in die Problematik ist durchaus da; wenn es aber darum geht, an die Fördersystematik heranzugehen, sind die Interessenlagen und die Einschätzungen der an der Weiterbildung beteiligten Organisationen unterschiedlich.

TpB: Haben Sie jetzt mehr Teilnehmende mit Migrationshintergrund in Ihren Angeboten?

HL: Am Beispiel der Alphabetisierungskurse, die damals initiiert worden sind, können wir auf jeden Fall eine Erhöhung der Beteiligung von Menschen mit Migrationshintergrund feststellen. Der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund in diesen Kursen liegt bei über 50 Prozent. Das liegt auch an der Beratungstätigkeit meiner Kollegin, die sie auch im Zusammenhang mit den Integrationskursen ausführt. Dadurch haben wir einen besseren Zugang zu Menschen mit Migrationshintergrund und auch durch die verschiedenen Kontakte, die sich damals aus dem Projekt ergeben haben.

TpB: Was hat sich durch die wissenschaftlich begleiteten Projekte in der VHS im Kreis Herford verändert?

HL: Die Integration von ‚Bildungsfernen‘ ist für uns inzwischen eine Querschnittsaufgabe. Auch in unseren Zielformulierungen, Mitarbeitergesprächen, Dienstbesprechungen und in unserem Qualitätsmanagement wird das jetzt einbezogen und regelmäßig thematisiert.

TpB: Hatten Sie seit dem Projekt die Möglichkeit, diese Erfahrungen mit ‚Brückenmenschen‘ auch auf andere Zielgruppen zu übertragen?

MS: Den theoretischen Ansatz, wie wichtig ‚Brückenmenschen‘ sind, haben wir im September ganz praktisch erlebt, als wir entgeltfreie Ehrenamtsschulungen mit Blick auf Flüchtlingsarbeit angeboten haben. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir noch keine öffentlichen Gelder zur Verfügung. Wir konnten dann durch Sponsoring zumindest die Ehrenamtlichen unterstützen und weiterqualifizieren, die bereits begonnen hatten, Flüchtlingen Deutsch beizubringen. Das ist sehr gut angenommen worden und diese Ehrenamtlichen sind dann im Laufe der Zeit unsere Brückenpersonen zu den Ehrenamtsinitiativen hier im Kreis geworden, die sich um geflüchtete Menschen kümmern und Weiterbildungsbedarf haben. Die ‚Brückenmenschen‘ haben uns dann insbesondere dabei geholfen, in den Flüchtlingsunterkünften die Gruppen für die Kurse der Bundesagentur zusammenzustellen, die dann etwas später ganz schnell auf den Weg gebracht werden mussten.

Insofern ist der Ansatz mit ‚Brückenmenschen‘ zu arbeiten, schon weiterhin vorhanden, aber nicht so bewusst und aktiv, wie wir das im Projekt durchführen konnten und weiterhin gern würden. Wir sind aktuell sehr damit beschäftigt, uns bestmöglich auf die aktuellen Veränderungen einzustellen. Wir haben drei neue Personen eingestellt, Büros umorganisiert, Fachbereiche neu zugeschnitten und Zuständigkeiten verändert, da bleiben keine Ressourcen übrig. Es fehlen leider auch Ressourcen, um Dinge, die im Laufe des Projektes von uns auf den Weg gebracht wurden, weiterzuentwickeln oder zu pflegen, wie z. B. die Webseite, mit der wir die Weiterbildung hier im Kreis Herford vernetzen wollten. Die Webseite ist zwar nicht abgeschaltet, wurde aber lange nicht mehr gepflegt, das ist schon schade.

TpB: Wie verlief die Zusammenarbeit mit der Wissenschaft?

MS: Die Zusammenarbeit lief sehr gut, wir hatten einen sehr guten und angenehmen Austausch.
Es ist einerseits gut, bei Tagungen jemanden dabei zu haben, der das aktuelle Thema wissenschaftlich-fundiert in einen Gesamtzusammenhang einordnen kann. Zum anderen glaube ich, dass die Zusammenarbeit mit der Wissenschaft die Wertigkeit des Projekts, der Erkenntnisse und der Forderungen erhöht, so dass diese in der Politik ernster genommen werden. Zudem verlangt die Politik von uns auch, dass unsere Forderungen wissenschaftlich abgesichert sind.

Was ich mir aus der Erfahrung in diesem Projekt wünschen würde, ist, dass die Wissenschaft viel stärker ein Motor für zukünftige Entwicklungen ist. Ich sehe da mit Blick auf den digitalen Wandel für das Thema Bildungsgerechtigkeit, aber auch bei einigen anderen aktuellen (politischen) Entwicklungen keine Vorreiterrolle und auch zu wenig Einzelkämpfer aus der Forschung, die mal etwas vorangehen.

Juni 2016

 

Über das Projekt

Das Gesamtvorhaben »Weiterbildung und Weiterbildungsberatung für 'Bildungsferne'« setzte sich aus insgesamt dreier aufeinander aufbauender Projekten zusammen:

  • „Das Projekt »Potenziale der Weiterbildung durch den Zugang zu sozialen Gruppen entwickeln« (kurz: »Potenziale I«; Laufzeit: 01.01.2009 bis 31.12.2009) zielte darauf, neue, bisher nicht oder kaum erreichte Menschen für Weiterbildung zu gewinnen.
    Projektbeschreibung und Abschlussbericht
  • Im Projekt »Bildungsferne – ferne Bildung: Transferprojekt neue Potenziale für die Weiterbildung» (kurz: »Potenziale II«; Laufzeit: 15.05.2010 bis 31.12.2010) ging es vornehmlich darum die Ergebnisse aus »Potenziale I« in die Breite zu tragen.
    Abschlussbericht
    [ PDF | 295 KB ]
  • Zentrales Anliegen des Projekts »Weiterbildungsberatung im sozialräumlichen Umfeld« (kurz: »WisU«; Laufzeit: 01.10.2012 bis 28.02.2014) war es, Möglichkeiten von Bildungsberatung für 'bildungsferne' Zielgruppen auszuloten und entsprechende Konzepte zu entwickeln. Projektbeschreibung Abschlussbericht, Workshop- und Abschlusstagungssbericht (LAAW)

Alle Projekte wurden vom Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW gefördert.“

(Auszug aus: Bremer, Helmut/Kleemann-Göhring Mark/Wagner, Farina (2015): Weiterbildung und Weiterbildungsberatung für „Bildungsferne“. Ergebnisse, Erfahrungen und theoretische Einordnungen aus der wissenschaftlichen Begleitung von Praxisprojekten in NRW, Bielefeld, S. 9.)

 

Projektträger: Landesverband der Volkshochschulen von Nordrhein-Westfalen e.V. , Landesarbeitsgemeinschaft für katholische Erwachsenen- und Familienbildung e.V., Landesorganisation für evangelische Erwachsenenbildung in Nordrhein-Westfalen, Landesarbeitsgemeinschaft für eine andere Weiterbildung (LAAW) NRW e.V.

 

Projektstandorte: Volkshochschule im Kreis Herford, AKE-Bildungswerk e.V. in Vlotho, Evangelisches Erwachsenenbildungswerk und evangelische Familienbildungsstätte, Zentrum für Familien in Aachen, Nell-Breuning-Haus in Herzogenrath

 

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  • Datenbankeintrag: Bremer, Helmut/Kleemann-Göhring Mark/Wagner, Farina (2015): Weiterbildung und Weiterbildungsberatung für "Bildungsferne". Ergebnisse, Erfahrungen und theoretische Einordnungen aus der wissenschaftlichen Begleitung von Praxisprojekten in NRW, Bielefeld (174 S.). mehr


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