Impulse für die Praxis: Die Transferstelle politische Bildung bringt Wissenschaft und Praxis zusammen

Mit ihrem praxisorientierten Angebot setzt die neu gegründete „Transferstelle politische Bildung“ Impulse für eine stärkere Vernetzung von empirischer Wissenschaft und politischer Bildung.


Mit ihrem praxisorientierten Angebot setzt die neu gegründete „Transferstelle politische Bildung“ Impulse für eine stärkere Vernetzung von empirischer Wissenschaft und politischer Bildung.


Ziele der Transferstelle politische Bildung

Die Transferstelle politische Bildung will

  • die Wahrnehmung empirischer Wissenschaft in der Praxis verbessern,
  • die Kommunikation zwischen Wissenschaft und Praxis unterstützen,
  • die Kommunikation innerhalb empirischer Wissenschaft anregen,
  • die Professionalisierung und Weiterentwicklung der Praxis politischer Bildung befördern,
  • die öffentliche Wahrnehmung politischer Bildung in Politik, Fachwelt und Öffentlichkeit verbessern.


Breites Angebot zur Information und Vernetzung

Praktiker und Praktikerinnen finden hier Analysen von Forschungsergebnissen zu unterschiedlichen Themengebieten politischer Bildung sowie Anregungen für ihre Praxis. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen haben die Möglichkeit, ihre Forschungsprojekte publik zu machen und wissenschaftliche Arbeiten von Kolleginnen und Kollegen zu rezipieren. Darüber hinaus erhalten sie Impulse, die Praxis politischer Bildung zu erforschen. Gleichzeitig ist die Transferstelle politische Bildung eine Plattform für den Austausch und die Vernetzung von Praxis, Wissenschaft und Politik, die Anregungen zur Entwicklung von (interdisziplinären) Forschungsfragen und Forschungsdesigns gibt, damit wissenschaftliche Forschungsarbeiten stärker an die Praxis politischer Bildung anschließen.

Unter der Internetadresse www.transfer-politische-bildung.de finden Bildungsverantwortliche seit März 2015 unter anderem eine Online-Datenbank mit Kurzanalysen aktueller Studien und daraus abgeleiteten Empfehlungen für die Praxis der politischen Bildung. Interviews mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Berichte von Tagungen und Kongressen liefern Hintergrundinformationen. Rezensionen, Literarturlisten und Berichte über Forschungen runden das Transferangebot ab. Ein regelmäßiger elektronischer Newsletter dient der schnellen Information über aktuelle Entwicklungen. Die Transferstelle arbeitet außerdem intensiv zu einem Jahresthema, zu dem auch eine Publikation und eine Fachtagung geplant sind. Daneben sind Veranstaltungen zur Aktivierung eines interdisziplinären Austauschs und des Austauschs zwischen empirischer Wissenschaft und Praxis politischer Bildung geplant.

Die Transferstelle

Das Team der Transferstelle mit Sitz in Essen arbeitet seit Ende 2014 unter Leitung von Dr. Helle Becker daran, empirische Wissenschaft und Praxis politischer Bildung zu vernetzen. Unterstützt wird die Transferstelle in ihrer Arbeit von einem Beirat. Vertreterinnen und Vertreter aus dem schulischen und außerschulischen Bereich politischer Bildung, Zuwendungsgeber und Unterstützer bringen die Bedarfe der Praxis in die Arbeit der Transferstelle ein und wirken an der Auswahl thematischer Schwerpunkte mit. Ein Expertinnen- und Expertenrat aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern begleitet und ergänzt die Arbeit der Transferstelle und wirkt bei Veröffentlichungen der Transferergebnisse mit. Die Transferstelle politische Bildung ist ein Projekt des Transfer für Bildung e.V. und wird gefördert aus Mitteln der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb.

Ausgangslage

Die Forschungslage zur politischen Bildung ist schwierig, die Verbreitung der Erkenntnisse empirischer Wissenschaft in der Praxis ist begrenzt. Die für politische Bildung relevante empirische Forschung findet sich bei verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen und in Fachdiskursen, die nur unzureichend vernetzt sind. Nur wenige empirische Forschungsarbeiten befassen sich direkt mit politischer Bildung, allerdings gibt es andere Daten und Erkenntnisse, die für die Praxis interessant sind. Insgesamt werden empirische Forschungsergebnisse für die und von der Praxis politischer Bildung kaum systematisch erschlossen. Die Praxis der schulischen und außerschulischen politischen Jugend- und Erwachsenenbildung könnte erheblich besser als bisher von wissenschaftlichen Erkenntnissen profitieren.



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