Ergebnisse der Umfrage „Wenig erreichte Zielgruppen der politischen Bildung“

Mit einer kurzen Umfrage wandte sich die Transferstelle politische Bildung 2016 an Personen im Feld der politischen Bildung. Die Umfrage sollte ein Meinungsbild liefern, um welche Zielgruppen sich politische Bildung mehr bemühen sollte, welche Maßnahmen hierzu geeignet sind und in welchem Bereich die jeweiligen Teilnehmenden zum Zeitpunkt der Umfrage arbeiteten. Insgesamt nahmen rund 780 Personen an der Umfrage teil. Wir möchten uns bei allen Teilnehmenden und Unterstützer_innen bedanken, die in den sozialen Netzwerken, in Newslettern und den eigenen Organisationen auf unsere Umfrage aufmerksam gemacht haben.


Frage 1: Um welche Zielgruppen sollte sich die politische Bildung mehr bemühen?

Auf die Frage, um welche Zielgruppen sich die politische Bildung mehr bemühen sollte, gab es diverse Antworten. Am häufigsten wurden jedoch bildungsbenachteiligte Menschen, „politikferne“ Menschen und Menschen mit undemokratischen Ansichten genannt. Über die Hälfte der Umfrageteilnehmenden gab außerdem Menschen mit Migrationshintergrund und Jugendliche/Junge Erwachsene an. Am seltensten wurden Mädchen/Frauen, Jungen/Männer, ältere Menschen und Erwachsene allgemein als Zielgruppen angegeben, um die sich die politische Bildung mehr bemühen sollte, wobei auch diese Antworten zwischen 13 und 20 Prozent lagen. Gleichzeitig zeigten die Befragten ein hohes Maß an Sensibiltät gegenüber der Kategorisierung von Adressat_innen und Teilnehmer_innen. Dann wurde häufig die Antwort „Alle“ gegeben oder die Clusterung zu vermeintlich homogenen Gruppen kommentiert. So entstand ein differenziertes und differenzierendes Bild, um welche Zielgruppen sich politische Bildung mehr bemühen sollte.

 

Frage 2: Welche Maßnahmen halten Sie für besonders wichtig, um mit diesen Zielgruppen zu arbeiten?

Bei der Frage nach Maßnahmen, die besonders wichtig sind, um mit diesen Zielgruppen zu arbeiten, fiel die Verteilung der Antworten sehr breit aus. 12 der insgesamt 17 Antwortmöglichkeiten wurden von mehr als 30 Prozent der Umfrageteilnehmenden genannt. Die Antworten reichten von Maßnahmen im Bereich Aktion/Partizipation über Kommunikation, aufsuchende Arbeit bis hin zu Inhalten. Am seltensten wurden Bildungsberatung, spezifische Informationswege und Marketingmaßnahmen genannt.

 

Frage 3: Welchem Arbeitsbereich ordnen Sie sich zu?

Die Teilnehmenden der Umfrage repräsentierten ein breites Spektrum politischer Bildung. Die meisten Personen arbeiteten in der Praxis der außerschulischen politischen Jugend- oder Erwachsenenbildung, gefolgt vom Bereich Wissenschaft, Soziale Arbeit, Politik und Verwaltung sowie Schule. Rund 10 Prozent konnte sich keinem dieser Arbeitsbereiche zuordenen und nutzte die Freitextangabe.

 

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